Bild: klimkin

​Buchfink (Fringilla coelebs)

Buchfink Gesang
00:00 / 00:04

Tonaufnahme: Pierre Mollet, St. Gallen, Schweiz, Mai

Der Buchfink ist der häufigste Brutvogel der Schweiz. Man findet ihn in Gärten, in Parks, im Wald und im Kulturland, überall dort wo es Bäume hat. Er beginnt sein Lied mit kräftigen Schmettertönen ("Finkenschlag") und endet mit einem Schlussschnörkel. Dieser Schlussschnörkel gibt es in verschiedenen "Dialekten", die Erklärung hierfür finden Sie weiter unten.

Den ersten Dialekt (Aufnahme oben) hört man viel bei uns im Mittelland. Die zweite Aufnahme stammt aus Frankreich und weicht etwas ab von der ersten, der Schweizer Aufnahme.

Buchfink Gesang
00:00 / 00:53

Tonaufnahme: Jordi Calvet, Ariège, Frankreich, April

Buchfink Ruf
00:00 / 00:57

Tonaufnahme: Anthony McGeehan, Northern Ireland, UK, Juli

Versucht man den Gesang aufzuschreiben und nachzusprechen, könnte dies ungefähr so aussehen: "zizizizizizieieiei-rrrrrrrrrrrrrr-würzgebier".

Es gibt für den Buchfinkengesang etliche Merksprüche. Eine kleine Auswahl finden Sie hier:

"Schwig schwig schwig susch speuz i di aaa!"

"Jetzt, jetzt, jetzt, han i mis Fraueli gseh, ja, ja, ja!"

"Du, Du, Du komm her zu mir! - Ich, ich, ich rück nah zu dir!"

Der Buchfink ruft seinen Namen: "Fink!" oder "Pink!", kräftig und laut. Dieser kann man mit dem Ruf des Zilpzalps verwechseln, der aber weicher ist.

Genetik und Dialekte

Der erste Teil des Gesanges des Buchfinkes ist genetisch festgelegt. Der zweite Teil lernt er erst im Frühling von anderen Buchfinken, eigentlich von seinen Konkurrenten. Daher gibt es auch regionale Unterschiede zwischen den Schlussschnörkeln, d.h. es gibt Dialekte. Zudem bildet sich das "Gesangsgehirn" im Winter zurück und die Vögel müssen sich jedes Jahr wieder in den Gesang einstimmen. Daher hört man anfangs Frühling noch oft unfertige Strophen.

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